Il Bagutta Massimo

 

April 2014

Klaus Jaquemond, der sich in seinem winzigkleinen ganz in weiß gehaltenem Restaurant Capricorn y Aries auf der Alteburgerstraße (nicht zu verwechseln mit der Brasserie Capricorn y Aries ebenfalls auf der Alteburgerstraße!) damals einen Stern erkocht hatte, hat nicht lange genug im Il Bagutta durchgehalten, sodass wir ihn dort doch nicht mehr aufsuchen konnten - wie ursprünglich geplant...

Nun also hat eine Südstadt-Gastrogröße das Il Bagutta im Quartier Latäng übernommen: Massimo.

Mit seiner Rosticceria in der Alteburgerstraße (schon wieder... dort scheint ein "Nest" zu sein... ) feierte er ja bereits immense Erfolge, wobei dem ein oder anderen Stammgast von damals heute entschieden zu viele Promis und Neureiche die Straße mit ihren Ferraris und Maseratis blockieren, weil sie Massimo ebenfalls für sich entdeckt haben... Massimo ist Kult.

Aber was macht diesen Italiener aus? Darüber haben wir uns Gedanken gemacht und sind zu folgendem Schluß gekommen:

ein simples Gastro-Konzept (warum kompliziert, wenn´s offensichtlich auch einfach geht?!)! "Massimo" bietet einfache, italienische Gerichte schmackhaft zubereitet für schmales Geld. Das Besondere: man erlebt hier ein Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl, was in einem "normalen" Bistro oder Restaurant so nicht so häufig zu finden ist.

Massimo hat ganz offensichtlich ein Händchen und sehr viel Sinn für Gemütlichkeit und Geselligkeit und schafft dadurch spielend eine angenehme Atmosphäre, in der sich Jung, Mittelalt und Alt gleichermaßen wohlfühlen und im Zweifel auch ins Gespräch kommen, weil man hier gerne mal an längeren Tischen zusammensitzt. Ein professionelles Konzept also, was den sozialen Aspekt von Supperclubs aufgreift und vielen Leuten ungeahnt schöne Abende beschert.

Eines ist für uns "Gourmands" allerdings gewiss: hier darf man nicht zwingend kulinarische Höhenflüge erwarten. Aber das erwartet auch kaum einer der vielen begeisterten Stammgäste wirklich.

Hier gibt es eine grundsolide, italienische Küche - nicht mehr und nicht weniger.

Ambiente

Als wir nun im April dort waren, war es leider noch zu kalt, um draußen zu sitzen. Aber es soll hier einen zauberhaften Innenhof geben, den man unbedingt mal ausprobieren sollte. Ansonsten ist das Bagutta seit Jahr und Tag ein recht kleines und gemütliches Einraum-Restaurant, welches ausgestattet ist mit gekälkten Wänden und unaufgeregten dunklen alten Holzmöbeln. Es gibt ein paar wenige kleine Tische. Die übrigen Gäste sitzen an großen Tischen zusammen - den sogenannten "tables communales".

Küche

Wir studieren die Karte und entdecken lauter Klassiker der italienischen Küche. Es gibt ein paar Tagesgerichte (meist Fisch und Fleisch), welche auf einer Tafel angeschrieben sind, ansonsten befinden sich einige Vorspeisen, Pastagerichte und weitere Fleisch- und Fischgerichte auf der Karte. Für um die 10,- € wird man hier bereits fündig und auch satt, denn zu jeder Bestellung erhält man noch eine Vorspeise gratis dazu. Man hat die Auswahl zwischen Bruschetta und italienischem Kartoffelsalat, einer Suppe oder einem Vorspeisensalat. So kann man die Gäste natürlich auch gewinnen - das Konzept scheint aufzugehen (und scheint ganz nebenbei auch rentabel für den Gastronomen zu sein).

Wir wählen einmal Bruschetta mit Kartoffelsalat und einmal den Salat als Gratis-Vorspeisen. Danach ordern wir einmal die Spaghetti Puttanesca für 10,50 €, einmal das Vitello Tonnato für10,50 € und einmal die Babycalamari auf Rucola mit Spinatbeilage für 14,90 €.

Wer - wie wir - recht häufig in der vielfältigen Welt der Gastronomie unterwegs ist, hat sicherlich etwas gehobenere Ansprüche selbst an die einfache italienische Kost. Vielleicht liegt es auch an unserer Auswahl, dass wir nicht wirklich die im Netz grassierenden und fast einhelligen Begeisterungsstürme über das Essen bei Massimo teilen können. Es war für uns zwischen okay und nett.

Für Andere wiederum dürfte das Gebotene aber durchaus gut wenn nicht sogar toll sein.

Service

Wir werden sehr flink und zuvorkommend von einem jungen Mann - vermutlich Student - bedient, welcher uns sehr lässig die Bestellmöglichkeiten erklärt. Der Laden ist vollbesetzt und wir haben dennoch keinerlei Wartezeit bei der Bestellung, Bewirtung und Bezahlung in Kauf zu nehmen.

Preis-Leistung

Neben der Geselligkeit ist der große Pluspunkt der beiden Massimo-Läden eindeutig der recht niedrige Preis vor allem für die Pastagerichte inlusive kostenloser Vorspeise .

Unser Fazit

Wenn man Freude an Geselligkeit und einfacher, italienischer Hausmannskost hat, kann man hier durchaus mal einen Tisch reservieren - denn spontan vorbeizukommen, ist bei dem Andrang vielleicht nicht die richtige Idee.

 

Heinsbergstr. 20 a

50674 Köln

Telefon (0221) 21 26 94

https://de-de.facebook.com/pages/Rosticceria-Massimo/158351167550416

Öffnungszeiten:

Mo - So 12 -23.30 Uhr

Aktuell sind 55 Gäste und keine Mitglieder online

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